Ausblick und Visionen

Nach einer derartig turbulenten Vergangenheit, stellt sich die Frage nach der Zukunft. Insgesamt lassen sich derzeit verschiedene Entwicklungstendenzen beobachten. So wird zum Beispiel die Integration der Informationselektronik verstärkt betrieben wie zum Beispiel  Navigationssysteme und Unterhaltungsmedien für Mitfahrer. Hauptthema ist auch die weitere Verbrauchssenkung oder ein alternativer Antrieb. Die technischen Fortschritte auf dem Gebiet der Motorentechnik und des Leichtbaus werden jedoch zum Teil durch zusätzliche Komfort- und Sicherheitsausstattungen sowie stärkere Motorisierungen der Fahrzeuge wieder wett gemacht.

Die wesentlichen Innovationsgebiete der Fahrzeugtechnik betreffen die Themenbereiche der Fahrerassistenzsysteme und des Antriebs durch Brennstoffzelle, Elektroantrieb und Hybridantrieb. Weitere Entwicklungsfelder sind der Fußgängerschutz, die Verwendung wieder verwertbarer Rohstoffe, sowie führerlose Fahrsysteme. General Motors plant erste unbemannte Pkw im Test ab 2015 und in der Serienproduktion ab 2018.

Die konstruktiven Sicherheitseinrichtungen moderner Automobile lassen sich grundsätzlich in zwei verschiedene Bereiche gliedern. Passive Sicherheitseinrichtungen greifen, um die Folgen eines Unfalls zu mildern. Dazu zählen beispielsweise der Sicherheitsgurt, die Sicherheitskopfstütze, der Gurtstraffer, der Airbag, der Überrollbügel, deformierbare Lenkräder mit ausklinkbaren Lenksäulen, die Knautschzone und der Seitenaufprallschutz.

Aktive Sicherheitseinrichtungen sollen einen Unfall verhindern oder in seiner Schwere herabsetzen. Beispiele hierfür sind das Antiblockiersystem ABS, sowie das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Momentan wird des weiteren an einem Sicherheitslichtsystem gearbeitet, das in der Dunkelheit Fußgänger registriert und dem Fahrer über Display oder sogar Overhead-Display, also der Windschutzscheibe, mit einem Warnton signalisiert.

Zukünftig werden Fahrzeuge selbständig die Spur halten oder im Falle eines Sekundenschlafs sogar selbständig zurücklenken. Das Auto sagt dem Fahrer nicht mehr nur, dass er sich bitte anschnallen möge, sondern auch, dass er den Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden nicht einhält. Wenn abzusehen ist, dass der Fahrer ein Hindernis nicht berücksichtigt, wird das Auto sogar selbständig den Bremsvorgang einleiten. Als Kinder haben wir uns alle einen Freund wie Kid gewünscht, der allerdings nur der Filmfigur Knight Rider vorbehalten war. Die Zukunft sieht anders aus. Die innovativen Entwicklungen bieten zum einen sicherlich mehr Komfort, zum anderen ist auch der Fahrspaß nicht zu verachten. Letztlich ist es aber der lebenserhaltende Fortschritt, der  im Einzelfall zwischen Leben und Tod entscheidet. Hinzu kommt, dass nur durch das Simulieren von möglichen Fahrsituationen Jahr für Jahr der Verbrauch gesenkt werden kann. Autos sind rollende Computer, die fast autark arbeiten. Heute ist in einem klassischen Mittelklassewagen mehr Technik verarbeitetem als in Apollo 11 aus dem Jahr 1969.  

Dass Deutschland auch hier Vorreiter ist, liegt an den Ingenieuren, die keinen Restriktionen in ihren Entwicklungen unterliegen. Deutschland lässt seinen Ingenieuren freien Lauf, denn nur Leidenschaft bringt Fortschritt und beide Maxime stehen in Deutschland hoch im Kurs.

Die Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis und die Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen, vereinen gemeinsam 120 Jahre Engagement, Initiative, Freundschaft, Fortschritt und Stärke zu einer erfolgreichen und unabdingbaren Institution für das deutsche Kfz-Gewerbe. Was unter dem Strich steht, ist der Zusammenhalt des Kfz-Handwerks über Jahrhunderte hinweg. Jedes einzelne Mitglied, unabhängig von Zeit und Epoche, hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Projekt Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis, sowie die Landesfachschule Hessen zu dem geworden sind, was sie sind – und dabei das zurückgeben, was wir heute erleben dürfen.