Die Innung heute – Eine stolze Institution des Fortschritts

Zwei Weltkriege, wirtschaftliche Berg und Talfahrten, Neider, Gönner, Krisen, Schwarzarbeit, Umweltschutz, Energieprobleme, Fortschritt, Stagnation, sogar Handgranaten und viele weitere Turbulenzen mehr hat die Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis in den 75 Jahren ihres Bestehens nicht nur erlebt, sondern auch mit sprichwörtlich „Meisterhafter Leidenschaft“ überlebt.

Heute gehören der Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis 350 Mitgliedsbetriebe an, rund 8.000 Mitarbeiter und 950 Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufen – bei einem Umsatz von über 3 Mrd. Euro im Jahr. Seit ihrer Gründung im Jahr 1934 steht die Innung ihren Meister und verliert dabei nie das Wohl ihrer Mitglieder aus den Augen. Sie führt ein breites Wissen für die Zukunft und Traditionen und Erfahrungen aus der Vergangenheit zusammen und schafft so einen gemeinsamen Nenner für das Kfz-Handwerk. Die Innung steht ihren Mitgliedern beratend und schützend zur Seite und ist nicht nur eine organisierte Interessengemeinschaft, sondern ein Organismus, der nicht nur für, sondern erst durch seine Mitglieder existiert.

Die Innung bietet ihren Mitgliedern kompetente Unterstützung in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, technischen und umweltrechtlichen Fragen. Dienstleistungen, die das Autohaus oder die Werkstatt sonst teuer extern einkaufen müsste. Die Innung ist eine moderne, leistungsstarke Geschäftsstelle, deren erste Priorität die Leistung für die Innungsmitglieder ist.

Seit jeher stehen die berufsständischen Interessen im Mittelpunkt der Innung. Das ist nicht nur ein Leitmotiv, sondern der Motor der Kfz-Gemeinschaft. Die Entstehung, Entwicklung und die Erfolge des Kfz-Handwerks schreien förmlich „Gemeinschaft“ und „Zusammenhalt“. Jedes einzelne Mitglied leistet Tag für Tag einen wesentlichen Beitrag zum gemeinsamen Erhalt und zur kollektiven Förderung eines Berufsstand  - des Kfz-Handwerks.

Neben der Beratung, vertritt die Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis die Interessen ihrer Mitglieder und ihres Handwerks, führt Gespräche mit Politikern, Behörden und Ministerien, mit Verwaltung und Wirtschaft und letztlich auch mit anderen Verbänden. Die Innung organisiert Rahmenabkommen, wie im Falle des Entsorgungsrings, der Arbeitssicherheit und der betriebsärztlichen Untersuchung. Durch konsequente und gezielte Presse und Öffentlichkeitsarbeit pflegt die Innung nicht nur das eigene Image, sondern auch das des Kfz-Handwerks. Desweiteren informiert sie die Öffentlichkeit über ihre Arbeit und das Berufsbild des Kfz-Machanikers, -Elektrikers und -Mechatronikers. Die Innung hat die Kosten ihrer Mitglieder im Auge und ist stets versucht die Beiträge zu senken und Kooperationen bzw. Trägerschaften einzugehen, wie mit der Innungskrankenkasse und der GRANATA Versicherung.

Wenn es zu Unstimmigkeiten zwischen Ausbilder und Auszubildenden kommt, übernimmt die Innung gerne eine vermittelnde Rolle und stellt das Gleichgewicht wieder her. Gleiches gilt für Unstimmigkeiten zwischen Kunde und Werkstatt, die durch die Schiedsstelle einer Klärung zugeführt werden.

Mit der Gründung der Landesfachschule Hessen, trägt die Innung des weiteren zum Erhalt und zur Förderung eines deutschen Qualitätsstandards bei. Jährlich werden über 1.600 Auzubildende überbetrieblich geschult und über 200 Kraftfahrzeugmeister aus- und weitergebildet. An allgemeinen Weiterbildungsmaßnahmen nehmen jährlich knapp 2.000 Menschen teil. Einstellungstest, Nachwuchswerbung, Berufsbildungsmesse, Vorträge für Schulklassen, Lehrverträge, Koordination mit Berufsschulen und Gesellenprüfungen. Auch als Tagungsort wurde die Landesfachschule immer beliebter. Ob Händlerkongresse oder Vieraugenmeetings, die Landesfachschule ist der Treffpunkt. Dies liegt nicht nur an den modernen Räumlichkeiten, sondern auch an der optimalen Erreichbarkeit aus allen Teilen Deutschlands - ganz gleich ob per Flug, Bahn oder mit dem Auto angereist wird.

Die Kfz-Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis ist die Bewahrerin eines traditionellen Handwerks und der Förderer eines zukunftsträchtigen Berufsbildes – nicht nur für junge Menschen, sondern für die gesamte Deutsche Gesellschaft. Die Geschichte der Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis ist eine spannende, lebendige, interessante und turbulente Geschichte, die sich über 75 Jahre erstreckt. Sicherlich gab es Höhen und Tiefen, aber niemals wurde es langweilig. Eine Geschichte, die nur aufgrund der meisterhaften Leistung ihres Handwerks zu erzählen ist, eine Geschichte von Wissen, Können und Leidenschaft!

Eine Erfolgsgeschichte des Kraftfahrzeug-Handwerks.