Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

1964 – 1969 Die ersten Schritte der Landesfachschule

Von Anfang an wurde der Aufbau einer Meisterschule in Angriff genommen. Im Jahr 1964 von den ersten Schritten zu sprechen, trifft es nur räumlich und bedingt, denn die Planung und Konzeption der Landesfachschule steckte schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen – sogar noch im selben Jahr begann die überbetriebliche Ausbildung. Auch dieser Schritt der Innung war vorausschauend, denn das Sichern der Aus- und Weiterbildung, steht seit jeher in direktem Zusammenhang zum Qualitätsstandard – ein Format, das seit seiner Entstehung gewahrt und gefördert werden muss – das weltweit bekannte Format „Made in Germany“.

Die Motor-Rundschau berichtete im Jahr 1965: „Die jüngste Meisterschule entsteht z.Zt. für das Land Hessen in Frankfurt/Main. In dieser Lehrstätte trabten vor Jahren noch schwere Ackergäule über das Kopfsteinpflaster. Heute stehen hier andere Pferdestärken in den ehemaligen Ställen – die rassigen Vierbeiner wurden von den schnittigen Viersitzern unserer Mitschüler abgelöst. In diesen ehemaligen Gutsstallungen entsteht zur Zeit die größte und modernste überbetriebliche Ausbildungsstätte für Lehrlinge und angehende Meister des Kraftfahrzeughandwerks.“ Die Frankfurter Neue Presse titelte: „Lehrlingsausbildung im ehemaligen Kuhstall“. Schon damals erregte die Landesfachschule großes Aufsehen, was sie erst recht nicht davon abhielt, am 30. Januar 1969 den ersten Landesentscheid des praktischen Leistungswettbewerbs der Hessischen Handwerkwerksjugend zu veranstalten.  Mittlerweile ist die Landesfachschule mit modernster Technik ausgestattet und verfügt über ein Wohnheim und eine Kantine. Neben der Meisterausbildung und der überbetrieblichen Ausbildung, bietet die Landesfachschule Hessen Kurse und Seminare mit technischen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Inhalten. Das gesamte Leistungsangebot der Landesfachschule verdient ein eigenes Kapitel und wird an späterer Stelle vertieft.

  
 

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