
Vermeidung von Sonderabfällen
Die besten Abfälle sind vermiedene Abfälle - und viele Abfälle können mit einfachen Maßnahmen vermieden werden, die wenig kosten, aber die Entsorgungskosten senken.
Über 200 Kfz-Werkstätten im Bereich der Kraftfahrzeuginnung Frankfurt/Main und Main-Taunus-Kreis haben bereits die Chance genutzt, sich im Rahmen des Programms "Beratung und Information zur Vermeidung und Verwertung abgabepflichtiger Sonderabfälle (BIVA)" freiwillig, kostenlos und vertraulich von unabhängigen Umweltfachleuten beraten zu lassen.
Die Betriebsberater konnten schnell feststellen, daß es zwar über 30 Arten von Sonderabfällen in den verschiedenen Werkstätten gibt, daß aber nicht bei allen Abfällen ein gleich großer Beratungsbedarf besteht. Nach Abschluß der Beratungen wurde ein Leitfaden für Kfz-Betriebe erarbeitet.
In diesem Leitfaden werden die Themen angesprochen, zu denen sich Mitarbeiter und Betriebsleiter der Werkstätten am häufigsten beraten ließen. Dabei sind nur die Tips zur Abfallvermeidung und Verwertung aufgenommen, die sich als praxisgerecht und wirtschaftlich bewährt haben.
Worum geht es im einzelnen? Der Leitfaden befaßt sich mit ölverschmutzten Betriebsmitteln, Dosen und Behältern, Ölbindemitteln, Kühler- und Bremsflüssigkeiten. Außerdem gibt der Leitfaden Hinweise auf die Rücknahmeangebote der großen Automobilhersteller. Finanziell ist es besonders interessant, sich die Tips zum Betrieb des Sandfangs und des Benzinabscheiders anzusehen.
Im Anhang sind die Vermeidungs- und Verwertungs (VV)-Maßnahmen zu allen kfz-spezifischen Sonderabfällen noch einmal in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt. Zusätzlich finden Sie dort eine Einteilung der Abfälle nach Rechtsverordnungen, die für Kfz-Betriebe wichtig sind und ein Beispiel dafür, wie sie eine betriebliche Abfallbilanz entsprechend den Anforderungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes erstellen können.






