Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
 
 

Historie der Innung

Aus der Vergangenheit lernen,  die Gegenwart gestalten,  für die Zukunft planen!

Im Jahr 1935 führte die Notwendigkeit der ständigen fachlichen Weiterbildung und des Erfahrungsaustausches dazu, daß sich jene Betriebe des Mechaniker-, Schlosser- und Schmiedehandwerks in Frankfurt, die sich ausschließlich oder überwiegend mit der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen befaßten, zu einer eigenen Innung, nämlich der des Kraftfahrzeughandwerks, zusammenfanden.

Nach dem Krieg war es einigen engagierten Unternehmern zu verdanken, daß am 27.6.1945 die Innung Frankfurt, die später mit der Innung des Main-Taunus-Kreises fusionierte, wieder gegründet wurde.

Dem Leitspruch "Immer besser mit einer starken Innung"vorgreifend, zog die Innung 1954 aus den Räumen der Handwerkskammer in eine eigene Geschäftsstelle in die Schwindstraße 8, um 1963 dann die heutigen Geschäftsräume im ehemaligen Hofgut Praunheim in der Heerstraße 149 zu beziehen.

Mit Weitblick wurde dieses ideale Gelände zunächst vom Innungsvorstand um Obermeister Wilhelm Steinbach von der Stadt Frankfurt in Erbpacht übernommen und 20 Jahre später dank des Verhandlungsgeschicks des langjährigen Obermeisters Wilhelm Schmitt käuflich erworben. Diese guten räumlichen Bedingungen ermöglichten zusätzlich zu dem großem Engagement der in der Innung tätigen Unternehmer den Aufbau einer Meisterschule, der heutigen Landesfachschule des Kfz-Gewerbes Hessen, die am 28.11.1967 feierlich ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Schon damals war die Innung immer am "Puls der Zeit": Bereits seit 1964 engagierte sie sich in der Überbetrieblichen Ausbildung, 1970 wurde die Schiedsstelle für das Kfz-Handwerk ins Leben gerufen und in den Jahren 1987-1991 führte die Innung den legendären Lehrlingsaustausch Deutschland/Frankreich als Beitrag zur Völkerverständigung durch, um nur einige Beispiele zu nennen.

In der Zeit ab 1988 wurde der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unter Obermeister Jürgen Karpinski wesentlich forciert. In den darauffolgenden acht Jahren erschienen über 400 Pressemeldungen in der regionalen und überregionalen Presse. Zahlreiche Beiträge in Funk und Fernsehen rundeten den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ab.

1989 wurde aus eigenen Mitteln der Gewerbebau fertiggestellt.

Ein neues Schulungsgebäude konnte 1993 bezogen werden. Es entstand ein modernes Technologiezentrum, welches sowohl vom Rahmen her, als auch der Ausstattung wegen, führend in Deutschland ist.

Die Innung und Landesfachschule veranstalteten in den vergangenen Jahren Meisterfeiern, die überregional Aufsehen erregten. 800 Gäste im Römer, über 1.000 Jungmeister, Innungsmitglieder und Ehrengäste in der Paulskirche verdeutlichten den Stellenwert des Kraftfahrzeuggewerbes in Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis. Viele Politiker waren zu Gast, Bundesminister, Ministerpräsidenten und Landesminister sowie die örtliche Politprominenz zeigten großes Interesse an unserer Arbeit.

Darüberhinaus wurde jedoch die Arbeit für die Innungsbetriebe nicht vernachlässigt. Die Zulassung, Betreuung und Schulung der über 280 anerkannten Werkstätten zur Abgasuntersuchung bilden seit 1993 einen Schwerpunkt der Arbeit.

Eine für den Innungsbetrieb kostenfreie Beratung über die Vermeidung von Sonderabfällen konnte 1995 und 1996 angeboten werden.

Seit 1996 bietet die Innung den Betrieben zusätzlich auch betriebsärztliche Betreuung sowie eine Fachkraft für Arbeitssicherheit an.

Damals wie heute war es der Innung wichtig, die Interessen und Bedürfnisse ihrer Mitglieder aufzunehmen und engagiert zu vertreten, genauso wie politisch den guten Ruf des Kfz-Gewerbes zu schaffen und zu halten.

Heute gehören der Innung 400 Betriebe mit ca. 3500 Mitarbeitern und 650 Auszubildenden an. Die Innung sieht sich als Dienstleister für ihre Mitglieder und bietet neben dem kompetenten, ehrenamtlichen Vorstand eine moderne, leistungsstarke Geschäftsstelle mit freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Hier werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt, denn der Strukturwandel in der Volkswirtschaft geht auch an den Innungen nicht vorbei.

Dienstleistungsorientierung heißt das Zauberwort für die Zukunft.

Erste Priorität hat dabei die Leistung für die Innungsmitglieder, die in der Innung kompetente Ansprechpartner und Unterstützung im betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, technischen und umweltrechtlichen Fragen finden wollen.

Desweiteren kommt der Interessenvertretung bei allen politischen Instanzen und auf allen Ebenen des förderativen Systems große Bedeutung zu.

Die Innung will darüber hinaus, mehr noch als in der Vergangenheit, Treffpunkt und Informationsbörse sein, um aktuelle Probleme der Werkstätten und Autohäuser aufzugreifen, zu diskutieren und den Betrieben praxisrelevante Lösungen zu bieten.

Dienstleistungen, die das Autohaus oder die Werkstatt sonst teuer extern einkaufen müßte, können zum Teil auch von Innungen erbracht werden.

Effektives Arbeiten der Innung mit möglichst geringen Mitgliedsbeiträgen zum Wohle der Mitgliedsbetriebe und ausgerichtet auf deren Situation heißt die Devise der Zukunft.

"Immer besser mit einer starken Innung" soll daher, damals wie heute und auch in Zukunft, für Mitgliedsbetriebe der Innung Frankfurt/Main und Main-Taunus-Kreis nicht nur einleuchten, sondern auch erlebbar sein.

In 2014 feiert die Kfz-Innung Frankfurt und Main-Taunus-Kreis ihr 80-jähriges Bestehen!

  
 

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